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08.10.2002 - 16:58
Düsseldorfer Uni diskriminiert Behinderte

Düsseldorf (kobinet) Die rund 500 behinderten und 2700 chronisch kranken Studenten der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität beklagen die mangelhafte Ausstattung der Hochschule, die im Vergleich zu anderen Universitäten deutlich schlechter sei. Im Rechenzentrum mit seinen 100 elektronischen Arbeitsplätzen gibt es, einem Beitrag der Neuen Ruhr Zeitung (NRZ) zufolge, noch nicht einmal einen Computer für Sehbehinderte.

Das Blatt berichtet in seiner heutigen Ausgabe, dass Düsseldorfer Studenten im Rollstuhl nur auf der Mensa-Rückseite über eine Rampe ins Gebäude kommen, wo ein Aufzug die Behinderte zwar ins Untergeschoss bringe, dort müssen sie jedoch zuerst die Küche durchqueren, um die Essensausgabe zu erreichen. Eine behindertengerechte Toilette sei erst gar nicht nicht vorhanden.

«In den 60er Jahren, als die Hochschule konzipiert und gebaut wurde, hat man die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern nicht berücksichtigt», kritisiert der Psychoanalytiker Professor Matthias Franz, der Behindertenbeauftragte der Uni. Ein Etat für eine barrierefreie Ausstattung der Gebäude sei nicht vorhanden. «Hier eine Rampe, da eine Behinderten-Toilette, dort ein automatischer Türöffner. Eher Flickwerk als systematisches Angebot», berichtet die NRZ. Ein Info-Tag für behinderte Studenten an der Düsseldorfer Uni ist am Donnerstag, 10. Oktober, ab 10 Uhr im Gebäude 23.01, Hörsaal 3B, geplant. hjr

 

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Rolf Barthel   am 21.10.02
 

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