Logo der kobinet nachrichten

25.07.2002 - 10:21:21

Neue Regelungen zum Gleichstellungsgesetz treten in Kraft

Berlin (kobinet) Langsam aber sicher wird es mit der Gleichstellung Behinderter ernst. Am 23.7.02 traten drei entsprechende Rechtsverordnungen in Kraft, die im Rahmen des Behindertengleichstellungsgesetz erstellt werden mussten. Hör- und sprachbehinderte Menschen haben damit ab sofort das Recht, im Verwaltungsverfahren mit Bundesbehörden in Gebärdensprache zu kommunizieren, díes geht aus einer Mitteilung des Bundesarbeitsministeriums vom Mittwoch in Berlin hervor.

Dies bedeutet konkret, dass die Betroffenen sich auch der Hilfe von Gebärdendolmetschern bedienen können. Blinde oder sehbehinderte Menschen haben Anspruch darauf, dass Dokumente für sie wahrnehmbar sind. Mit dem In-Kraft-Treten der Rechtsverordnungen rückt das Ziel, dass behinderte Menschen am gesellschaftlichen Leben gleichberechtigt teilhaben sollen, nach Überzeugung des Ministeriums «ein weiteres Stück näher».

Das NETZWERK ARTIKEL 3 begrüßte die schnelle Erstellung der Rechtsverordnungen. «Dies macht deutlich, dass es der Bundesregierung ernst mit der konsequenten Umsetzung mit dem Behindertengleichstellungsgesetz ist. Jetzt muss es auch bei den Betroffenen konsequent bekannt gemacht und genutzt werden», erklärte Ottmar Miles-Paul, Pressesprecher des NETZWERK ARTIKEL 3.
hjr


Ihr E-Mail-Kontakt zur Geschäftsstelle: HGH@nw3.de
 nach oben zurück 
  Inhalt   Drucken 
 Fenster schließen 

Page maintained by webmaster@nw3.de , Copyright(c) NETZWERK ARTIKEL 3 e.V. Created: 03.08.02 Updated: