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03.12.2002 - 12:11
Kommunale Zuschüsse nur an barrierefreie Einrichtungen

Logo des Hessischen Koordinationsbüros für behindere Frauen   
Kassel (kobinet) Das Hessische Koordinationsbüro für behinderte Frauen fordert anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung, der jährlich am 3. Dezember begangen wird, alle Kommunen Hessens auf, ihre Vergabekriterien neu zu überdenken und an die Barrierefreiheit für behinderte Menschen zu knüpfen.

«Wenn Kommunen es wirklich ernst meinen mit Konzepten der Barrierefreiheit für behinderte Menschen, dürfen die Überlegungen nicht bei den Umbauten der Rathäuser enden. Auch Beratungsstellen, Frauenhäuser, Krisenzentren, Schulen etc. müssen ohne Barrieren erreichbar für alle Frauen sein», fordert Martina Puschke, Leiterin des Hessischen Koordinationsbüros für behinderte Frauen.

Als beispielhaft für ganz Hessen stellt Puschke eine Aktion des Autonomen Frauenhauses Kassel dar. Die Aktivistinnen hatten letzte Woche zur Sensibilisierung gegen Gewalt gegenüber behinderten Frauen und Mädchen aufgerufen. In diesem Zusammenhang forderten sie gemeinsam mit behinderten Frauen barrierefreie Frauenhäuser. Kassel verfügt über eines von fünf barrierefreien Frauenhäusern in Hessen.

«Dieses Beispiel barrierefreier Frauenhäuser muss Schule machen. Wenn künftig alle Organisationen, die kommunal bezuschusst werden, einen konkreten zeitlichen Umsetzungsplan zur Barrierefreiheit vorlegen müssten, könnten wir innerhalb kurzer Zeit viel erreichen und endlich gleichberechtigte Zugänge zu öffentlichen Einrichtungen für alle Bürger und Bürgerinnen in ganz Hessen schaffen», erklärt Puschke. omp

 

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Rolf Barthel   am 08.12.02
 

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