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19.12.2002 - 15:46
Gemeinsam für ein Barrierefreies Internet

Marburg (kobinet) Der Arbeitskreis Barrierefreies Internet e.V. (AKBI) schließt sich dem Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (ABI) an. Das gab AKBI-Vorsitzender Jens Bertrams heute in Marburg bekannt.

Wegen völlig unnötiger Barrieren sind Menschen mit Behinderungen häufig von der Benutzung des Internets ausgeschlossen. Das Aktionsbündnis, in dem Behindertenverbände und Experten zusammenarbeiten, setzt sich für den Abbau bestehender Barrieren im Internet ein. 32 Expertinnen und Experten des Aktionsbündnisses haben am vergangenen Dienstag in Köln zum Thema «Barrierefreies Internet» getagt. Gleich im Anschluss an dieses Treffen hat der AKBI-Vorstand beschlossen, sich dem Aktionsbündnis als Partner anzuschließen. Die «Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte» (BAGH), das «Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe» (FTB) und «WEB for ALL - Projekt für Barrierefreiheit im Internet» haben mit Förderung des Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) das Aktionsbündnis zur Unterstützung des Umsetzungsprozesses initiiert.

Die Bundesregierung hat mit dem Sozialgesetzbuch IX (§ 81), dem Gleichstellungsgesetz (§ 11 Barrierefreie Informationstechnik) und der zugehörigen Rechtsverordnung BITV (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung) einen Ordnungsrahmen geschaffen, diese Barrieren zu vermeiden oder abzubauen. Erstmals existiert mit dieser BITV eine offizielle deutsche Referenz für barrierefreie Informationstechnik.

«Gerade jetzt, wo wir eine gesetzliche Referenz haben, kommt es darauf an, die Umsetzung so zu begleiten, dass Anbieter und Agenturen klare Antworten und Hilfe bei ihren Fragen und Problemen zur Barrierefreiheit bekommen», meint ABI-Projektleiter Prof. Christian Bühler. Das Aktionsbündnis hat sich vorgenommen, Barrierefreiheit in der Informationstechnik mit dem Schwerpunkt auf berufsrelevante Information im Internet und im Hinblick auf die verschiedenen Behinderungsarten voranzutreiben. ABI und seine Partner haben bereits mit vielfältigen Schulungen, Tests und Beratungen begonnen. Man versucht, ein öffentliches Bewusstsein zu schaffen. Vor allem Webdesignern und Anbietern von Seiten will das Aktionsbündnis den Nutzen und die Vorgehensweise für ein barrierefreies Angebot verdeutlichen.

«Das Stichwort Usability ist heutzutage in aller Munde», berichtet Bertrams. «Am Benutzerfreundlichsten sind aber Webseiten ganz ohne Barrieren.» Seit 1998 engagiert sich der AKBI für ein Internet, das allen Usern uneingeschränkt zugänglich ist. Der AKBI-Vorsitzende freut sich, dieses Ziel nun gemeinsam mit vielen anderen Mitstreitern im ABI anzugehen. «Das internet verändert die Welt», stellt Bertrams fest, «verändern wir gemeinsam das Internet!» hjr

 

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