Nachrichten, Behindertenpolitik, Behindertenorganisationen, Selbstbestimmt, Leben
kobinet-nachrichten
  • Gotthilf Lorch ist tot
    Gotthilf Lorch, ein unermütlicher Streiter für die Rechte behinderter Menschen ist gestern im Alter von 58 Jahren gestorben. Seit langen Jahren war er für die Behindertenbewegung im Südwesten und darüber hinaus aktiv.

  • Aktionsportal Bahn für Alle geht an den Start
    Mit dem Aktionsportal "Bahn für alle" setzt sich die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) zusammen mit Inklusionsaktivist Kay Macquarrie für mehr Barrierefreiheit bei der Bahn ein. "Mit unserer Seite wollen wir alle Menschen, die eine barrierefreie und einfach zugängliche Bahn als Verkehrsmittel brauchen, ermutigen ihrem Ärger konstruktiv Luft zu machen, um damit den Druck auf die Bahnunternehmen spürbar zu erhöhen", so Aktivist Kay Macquarrie.

  • Frauen erwarten Unterstützung
    Am 18. und 19. Mai hatte sich 110 Mütter junger oder erwachsener Menschen mit Behinderungen aus ganz Deutschland in Hamburg zur Frauentagung Wunschwege getroffen. Zum Ende dieser Tagung haben sie einen gemeinsamen Appell mit Forderungen zur Verbesserung ihrer erhöhten familiären Belastungssituationen verabschiedet.

  • Europa und die Barrierefreiheit
    Wer über Barrierefreiheit nachdenkt und dabei auf die Europäische Union zu sprechen kommt, findet vermutlich sehr schnell Zustimmung bei der Feststellung, dass es von Brüssel eigentlich mehr Initiativen zum barrierefreien Leben in Europa geben sollte. Mit dem Gesetzesvorschlag der Europäischen Kommission zu einer Richtlinie für ein umfassendes“Europäisches Barrierefreiheitsgesetz“ (EBG) hat die Kommission weitere Schritte auf diesem Weg zu mehr Barrierefreiheit angedeutet.

  • Dabei beim Künstlervideo über Wahlprogramm
    Die Inklusionsbotschafterin Annett Heinich und Sören Haak haben an einem Video der Initiative Künstler* mit Herz" in Sachsen mitgewirkt, das sich kreativ mit den Aussagen im Wahlprogramm der AfD auseinandersetzt. "Bei diesem Lied handelt es sich um die Kunstform des Zitierens, nicht um eine ausgefeilte Argumentationslinie. Vielmehr regt es dazu an, den Kopf einzuschalten, Wahlprogramme zu lesen und sich selbst ein vollständiges Bild zu machen", heißt es in der Ankündigung des Videos auf das Annett Heinich die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Link zum Video

  • Verdrängen Rechtsextreme behinderte Menschen?
    Allein schon geschichtlich bedingt passen Rechtsextremismus und die Bestrebungen nach Teilhabe behinderter Menschen und Inklusion nicht zusammen. In Plauen müssen sich nun die Organisator*innen einer Veranstaltung hautnah damit auseinandersetzen, ob sie wegen einer rechtsextremen Veranstaltung weichen. Wie die Freie Presse in ihrer Online-Ausgabe berichtet, wackelt in Plauen aus Angst vor Rechtsextremen eine Veranstaltung, die am Samstag auf dem Theaterplatz in Plauen stattfinden soll. Die Diakonie Auerbach plant dort zur selben Zeit eine Aktion wie die Partei Der Dritte Weg in unmittelbarer Nachbarschaft am Landratsamt. Einer Sprecherin des Runden Tisches zufolge will die Diakonie für die Integration behinderter Menschen werben und ein Fest feiern.

  • Beatmungskongress in Kassel
    Vom 23. bis 25. Mai lädt die Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für Außerklinische Beatmung (DIGAB) nach Kassel zu ihrem 27. Jahreskongress, zusammen mit dem 14. Beatmungssymposium der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin ein. An drei Kongresstagen geht es um die Behandlung und Betreuung von Menschen mit Beatmung. Diese anspruchsvolle Versorgung gelingt nur, wenn Ärzte und Wissenschaftler, Pflegende und Therapeuten verschiedener Fachrichtungen, Vertreter*innen der Medizintechnik, der Leistungsträger und des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen miteinander kooperieren, heißt es in der Presseinformation zum Kongress.

  • Alle Inklusive Festival in Bremen
    Live-Musik, Sport und jede Menge Action für Kinder und Jugendliche: Am kommenden Samstag, den 25. Mai, findet das Alle Inklusive Festival in Bremen statt. Im Sportgarten in der Pauliner Marsch erwartet die BesucherInnen ein buntes Programm, das für jede und jeden etwas zu bieten hat. Die vom Martinsclub Bremen in Kooperation mit dem Sportgarten Bremen organisierte Veranstaltung unter dem Credo "Martin rockt den Garten" steht allen offen, der Eintritt ist frei.

  • Quoten für Hörfilme bei Privaten gefordert
    Der Verwaltungsrat des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) hat in Stuttgart per Resolution gefordert, die privaten Fernsehsender gesetzlich zur Einführung von Hörfilmangeboten zu verpflichten und dabei verbindliche Quoten festzulegen. "Die EU hat in einer Richtlinie strengere Regelungen zur Barrierefreiheit verabschiedet. Auch die privaten Sender müssen nun endlich mit der Ausstrahlung von Hörfilmen beginnen und dazu beitragen, dass der Anteil der barrierefreien Medienangebote spürbar wächst", betont DBSV-Geschäftsführer Andreas Bethke.

  • Weiter Umsetzungsprobleme beim BTHG
    Wie aus dem aktuellen Newsletter der Deutschen Heilpädagogischen Gesellschaft zu erfahren ist, so benennt Thorsten Hinz in einem Kurzbeitrag für das aktuelle CBP-Info zentrale Umsetzungsprobleme des BTHG aus Leistungserbringer-Sicht. Dabei zählt der in seinem Text folgende Faktoren auf

  • Rückbau barrierefreier Einbauten abschaffen
    Die SoVD Landesvorsitzende Engelen-Kefer fordert die Aufhebung der Verpflichtung zum Rückbau barrierefreier Einrichtungen. Es ist ein skandalöser Anachronismus, dass Menschen mit Behinderungen zwar Einbauten zur Barrierefreiheit mit Zuschuß der KfW vornehmen können. Beim einem Auszug, oft wegen Alter, gesundheitlicher Einschränkungen oder Behinderungen erforderlich sind sie nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch gezwungen, die Rückbauten auf ihre Kosten vorzunehmen. Dies muss durch eine Änderung des § 554a BGB aufgehoben werden.

  • Volles Haus beim Forum Migration/Flucht und Behinderung
    Bereits zum dritten Mal fand letzte Woche in Bremen das Forum Migration/Flucht und Behinderung in der etage in der Nähe des Bremer Hauptbahnhofs statt. Der Bremer Landesbehindertenbeauftragte Dr. Joachim Steinbrück betonte in seiner Begrüßung vor erneut vollem Haus die Wichtigkeit, die verschiedenen Aspekte, die mit dem Thema Migration, Flucht und Behinderung zu tun haben, mit den unterschiedlichen Akteuren aus diesen Bereichen genauer zu beleuchten. Dass es dafür einen großen Bedarf gibt, wird allein dadurch deutlich, dass es weit mehr Anmeldungen gab als es die begrenzte Raumkapazität von knapp 90 Teilnehmer*innen zuließ.

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